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  • Morton-Neurom

    Symptome

    Typische Symptome eines Morton-Neuroms sind belastungsabhängige Schmerzen des Vorfußes, teils mit Ausstrahlung in die mittleren Zehen, vor allem beim Tragen enger Schuhe. Die Schmerzen können sowohl attackenartig einsetzen, als auch in Dauerschmerzen übergehen und teils auch nachts auftreten. Unter diesem selten erkannten Krankheitsbild leiden zirka 3 Prozent der Patienten mit Schmerzen im Bereich des Vorfußes. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

    Entstehung

    Die Entstehung ist noch nicht eindeutig geklärt. Angenommen wird, dass hauptsächlich erhöhter Druck auf die Zehennerven (Digitalnerven) zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen Ursache ist. Durch den erhöhten Druck kommt es zu einer knotenartigen Verdickung des Nervs (Pseudoneurombildung). Zusätzlicher Druck kann durch einen chronisch entzündlich vergrößerten Schleimbeutel (Bursa) entstehen. Dieser ist ebenfalls zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen lokalisiert und kann mit dem Pseudoneurom ein Konglomerat bildet. Zudem deuten Gefäßveränderungen auch auf Durchblutungsstörungen als Ursache des Morton Neuroms hin. Das Syndrom tritt meist zwischen dem 3. und 4., seltener zwischen dem 2. und 3. Zehenstrahl auf.

    Diagnose

    Die Diagnose wird meist durch die typischen Befunde der klinischen Untersuchung gestellt. Eine präzise Darstellung mit der MR-Neurographie kann die genaue Größe und Lokalisation eines Morton-Neuroms bestimmen und nicht selten weitere Morton-Neurome des benachbarten Zehenzwischenraums nachweisen, die sich der klinischen Untersuchung entziehen können. Die MR-Neurographie dient aber nicht nur der Diagnosesicherung sondern auch zum Ausschluss oder dem Nachweis wichtiger anderer Ursachen (Differentialdiagnosen), wie z.B. einer Entzündung der Schleimbeutel (Bursitis), einer Fraktur der Mittelfußköpfchen (Nachweis des Ödems) oder entzündlicher Gelenkerkrankungen. Somit liefert die MR-Neurographie hilfreiche Informationen für die Therapieentscheidung und insbesondere für die Notwendigkeit einer Operation.

    Therapie

    Die Behandlung der Wahl ist die chirurgische Entfernung des Morton-Neuroms. Die Bestimmung der Größe und Lokalisation, der Nachweis möglicher Zweitneurome und der Ausschluss möglicher Differentialdiagnosen mittels MR-Neurographie liefern dem Operateur hilfreiche Informationen zur Indikationsstellung und Planung des Eingriffs.

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