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  • Allgemeines und Gegenanzeigen

    Allgemeines

    Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein hochmodernes bildgebendes Verfahren in der Radiologie, bei dem dreidimensionale Schnittbilder ähnlich wie bei der Computertomographie entstehen. Allerdings arbeitet  die Kernspintomographie  nicht mit Röntgenstrahlen und stellt somit keine Strahlenbelastung für den Patienten dar, sondern mit einem sehr starken Magnetfeld und Hochfrequenzwellen, die auf den Körper beziehungsweise die Wasserstoffatome (Protonen) einwirken. Die Kernspintomographie  eignet sich besonders, um die Weichteile des Körpers zu untersuchen, z.B. das Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, periphere Nerven), die Muskulatur, Bänder und Sehnen, sowie die inneren Organe.


    Sicherheit der MRT

    Sofern unten genannte  Gegenanzeigen (Kontraindikationen) ausgeschlossen sind, sind nach jahrzehntelanger klinischer Erfahrung und aktuellem Stand der Wissenschaft keine gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen der Magnetresonanztomographie (MRT) bekannt.

    Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für die MRT


    Absolute Gegenanzeigen (Kontraindikationen):

    • Herzschrittmacher (abgesehen sehr weniger Ausnahmen)1
    • viele mechanische Herzklappen1
    • Hirn- und Rückenmarkstimulatoren sowie auch die meisten anderen in den Körper implantierten, elektrisch-stimulierenden Geräte1
    • Insulinpumpen oder andere Medikamentenpumpen1
    • einige ventrikuloperitoneale Shunts (VP- Shunts)1
    • Cochleaimplantate1
    • Metallfremdkörper in den Weichteilen des Körpers, z.B. in den Augen, in der Bauch- oder Brusthöhle
    • Schwangerschaft im ersten Drittel2

    Relative Gegenanzeigen (Kontraindikationen):

    • Platzangst3
    • prothetischer Gelenkersatz 1,4
    • Tattoos/ Tätowierungen5
    • Gefäßstents, z.B. in den Herzkranzgefäßen1

    1 Zur Beurteilung, ob Sie trotz der medizinischen Implantate untersucht werden können, sind wir auf Informationen über das verwendete Material angewiesen, idealerweise Angaben des Herstellers (insbesondere Modellname und -nummer, Angaben zur MRT-Tauglichkeit), Arztbriefe, Informationen zu Klinik und Jahr der Implantation. Wir bitten Sie daher, uns alle diesbezüglichen Unterlagen/ Informationen vorzulegen. Um Ihnen einen Untersuchungstermin ohne zeitliche Verzögerungen zu ermöglichen, informieren Sie uns bitte im Vorfeld, z.B. bei der Terminvereinbarung über eventuelle Implantate und lassen Sie uns die notwendigen Unterlagen zukommen, da wir diese Informationen benötigen, um eine für Sie sichere Untersuchung zu gewährleisten.

    2 Es gibt bisher keine sicheren Erkenntnisse, dass eine Magnetresonanztomographie-/ (MRT)-Untersuchung während der frühen Schwangerschaft gesundheitsschädliche Auswirkungen auf Mutter oder Ungeborenes hat. Da während des ersten Drittels der Schwangerschaft negative Auswirkungen aber nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden können, sollte hier keine Kernspintomographie (MRT) durchgeführt werden. In einem späteren Stadium der Schwangerschaft, d.h. im zweiten und dritten Drittel sind keinerlei negative Auswirkungen der Magnetresonanztomographie (MRT) bekannt.

    3 Bei Platzangst ist ggf. die Verabreichung einer Beruhigungstablette möglich. Hierfür sind allerdings ein paar wenige Punkte zu beachten, insbesondere die Nebenwirkungen mit Müdigkeit und eingeschränkter Verkehrstüchtigkeit. Sollten Sie also unter Platzangst leiden und eine Beruhigungstablette wünschen, dürfen Sie am restlichen Tag kein Kraftfahrzeug mehr fahren. Sollte die Platzangst trotz Beruhigungstablette unerträglich werden, können Sie die Untersuchung auch selbstständig abbrechen.

    4 Die meisten Gelenkprothesen sind ca. 4 Wochen nach der Operation, d.h. nach Heilung der Wunde unbedenklich. Da Gelenkprothesen fest in den Knochen verankert sind, besteht keinerlei Gefahr der Lockerung, allerdings könnten sich die umgebenden Weichteile des Körpers erwärmen. Sollten Sie ein unangenehmes Wärmegefühl um die Gelenkprothese verspüren, müssen Sie die Untersuchung unverzüglich abbrechen.

    5 Die meisten Tattoos/ Tätowierungen bereiten keine Probleme, bei gewissen Farbstoffen sind aber Erwärmungen der Haut möglich. Sollten Sie eine Erwärmung anstelle des Tattoos/ der Tätowierung bemerken, müssen Sie die Untersuchung unverzüglich abbrechen, um theoretisch mögliche Hautverbrennungen zu vermeiden.

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